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Unterschied zwischen der Tiroler Freizeitwohnsitzabgabe und der Freizeitwohnsitzpauschale: Freizeitwohnsitze Tirol

Einführung in das Tiroler Freizeitwohnsitzabgabegesetz und Freizeitwohnsitzpauschalengesetz

Seit 2020 gilt: Das Tiroler Freizeitwohnsitzabgabegesetz (TFWAG) in Kraft, welches zusammen mit dem weiterhin geltenden Tiroler Aufenthaltsabgabegesetz (TAAG) die rechtliche Grundlage für die Besteuerung von Freizeitwohnsitzen in Tirol bildet, hat zur Folge, dass unter bestimmten Bedingungen sowohl die Freizeitwohnsitzpauschale gemäß TAAG als auch die Freizeitwohnsitzabgabe nach TFWAG für einen einzelnen Freizeitwohnsitz erhoben werden kann.

Gesetzliche Grundlagen und Zuständigkeiten

Die Freizeitwohnsitzpauschale basiert auf dem Tiroler Aufenthaltsabgabegesetz und ist eine Landesabgabe. Ihre Verwaltung obliegt der Landesregierung. Im Gegensatz dazu ist die Freizeitwohnsitzabgabe eine Gemeindeabgabe, deren Erhebung und Verwaltung in den Zuständigkeitsbereich der jeweiligen Gemeinde fällt, repräsentiert durch den Bürgermeister bzw. das Stadtmagistrat.

Definition und Zweck eines Freizeitwohnsitzes

Ein Freizeitwohnsitz ist ein Gebäude, eine Wohnung oder ein anderer Teil eines Gebäudes, der nicht für das ganzjährige Wohnen genutzt wird, sondern zur Erholung während des Urlaubs, der Ferien oder an Wochenenden dient. Diese Definition dient dazu, zwischen dauerhaften Wohnsitzen und temporär genutzten Erholungsunterkünften zu unterscheiden.

Unterschied zwischen Freizeitwohnsitzpauschale und Freizeitwohnsitzabgabe auf einen Blick

Freizeitwohnsitzpauschale:

1.  Grundlage: Die Freizeitwohnsitzpauschale wird gemäß dem Tiroler Aufenthaltsabgabegesetz (TAAG) erhoben.

2.  Art der Abgabe: Es handelt sich um eine Landesabgabe.

3.  Zuständige Behörde: Die Erhebung erfolgt durch die Landesregierung.

4.  Berechnung: Die Höhe der Pauschale wird durch die Multiplikation der im Tourismusgebiet am 1. Mai eines jeden Jahres geltenden Abgabe mit einem bestimmten Faktor bestimmt, der von der Wohnnutzfläche abhängt. Beispiel: Bei einer Wohnnutzfläche von 80 m² und einem Abgabesatz von 2,00 Euro pro Quadratmeter ergibt sich eine Pauschale von 480 Euro (Faktor 240 x 2,00 Euro).

5. Fälligkeit: Die Pauschale ist jährlich am 10. November fällig.

6.  Verwendungszweck: Die Einnahmen fließen dem zuständigen Tourismusverband zu.

Freizeitwohnsitzabgabe:

1.  Grundlage: Die Freizeitwohnsitzabgabe wird nach dem Tiroler Freizeitwohnsitzabgabegesetz (TFWAG) erhoben.

2.  Art der Abgabe: Es handelt sich um eine Gemeindeabgabe.

3.  Zuständige Behörde: Die Erhebung erfolgt durch die jeweilige Gemeinde.

4.  Berechnung: Die Höhe der Abgabe wird durch die Gemeinde festgelegt und richtet sich ebenfalls nach der Nutzfläche des Freizeitwohnsitzes. Die jährliche Abgabe kann je nach Gemeindeverordnung zwischen 290 und 700 Euro variieren.

5.  Fälligkeit: Die Abgabe ist jährlich bis zum 30. April fällig.

6. Verwendungszweck: Die Einnahmen kommen der jeweiligen Gemeinde zugute.

Praktische Beispiele

Freizeitwohnsitzpauschale: Ein Eigentümer eines Freizeitwohnsitzes mit einer Wohnnutzfläche von 80 m² in Innsbruck muss eine Pauschale von 480 Euro zahlen, wenn der Abgabesatz 2,00 Euro pro Quadratmeter beträgt.
Freizeitwohnsitzabgabe: Derselbe Eigentümer könnte zusätzlich eine Abgabe von mindestens 290 bis 700 Euro zahlen, abhängig von der Gemeindeverordnung.

Wer ist abgabepflichtig?

Abgabepflichtig sind grundsätzlich die Eigentümer der Freizeitwohnsitze. Unter bestimmten Umständen, wie bei langfristigen Miet- oder Pachtverhältnissen, kann jedoch der Inhaber des Freizeitwohnsitzes die Abgabepflicht übernehmen. Wichtig zu beachten ist, dass auch nicht im Freizeitwohnsitzregister eingetragene Immobilien abgabepflichtig sind und die Entrichtung der Abgabe keine illegale Nutzung legitimiert.

Für weitere Informationen und bei Fragen steht unsere Kanzlei jederzeit zur Verfügung.

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